giovedì, aprile 03, 2008



Veronica Guerin


Sie war eine Rose
in einer Welt aus Dornen
und sie blühte
der Feigheit, der Gleichgültigkeit
trotzend,
rosenrot;
und so gruben sich ihre Wurzeln
einer korrupten Erde
tief hinein;
tiefer;
einer Erde,
welche schon seit langem,
von jenen die nehmen
und nie geben,
aufgeteilt und verkauft.

Sie war eine Rose
in einer Welt aus Dornen
und sie blühte
der Dummheit, der Hoffnungslosigkeit
trotzend,
rosenrot;
und so wuchsen ihre Blätter
einem verdorbenen Himmel
hoch hinauf;
höher;
einem Himmel
welcher schon seit langem,
von jenen am Abgrund,
den nächsten hinunterstoßend,
zur Hölle gemacht.

Sie war eine Rose
in einer Welt aus Dornen;
und sie blühte
der Kälte, der Dunkelheit
trotzend,
rosenrot;
und so gedeihte ihre Blüte
allen Himmelsrichtungen
näher heran;
dem Licht,
um dann von der Nacht,
verschlungen zu werden;
lebte und kämpfte,
bis der Tod sie fand.

Sie war eine Rose
in einer Welt aus Dornen;
denn dass was den anderen fehlte;
die Entschlossenheit und der Mut;
denn dass was den anderen fehlte,
der anderen Welt
die Namen jener zu nennen,
die ihre Diskretion
gewahrt wissen wollen;
ihre schmutzigen Geschäfte
mit blütenreiner Weste,
Hand in Hand
mit den Mächtigen,
abschließen möchten,
der anderen Welt,
denn jene war nicht ihre Welt,
diese Welt aus Dornen;
sie war eine Rose
und so fand sie den Tod.